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Der
Edition von G. Ph. Telemanns VI Ouvertures à 4 ou 6
liegt der 1736 in Hamburg durch Telemann selbst publizierte Originaldruck
der
Stimmen zu den sechs Ouverturensuiten zugrunde. Ein Exemplar dieser
lange Zeit verschollen geglaubten Originalausgabe konnte durch Rashid-S.
Pegah 2006 unter den Beständen der Russischen Staatsbibliothek
Moskau identifiziert werden.
Alle sechs Suiten bestehen jeweils aus einer Ouverture und einer Folge
von sechs weiteren Sätzen, die zusammen ein eigenständiges,
unverwechselbares Werk ausmachen.
Gegenüber den konzertanten siebenstimmigen Ouverturen der Musique
de Table reduzierte Telemann nun die Stimmenzahl auf vier, dabei
den Ausführenden die Möglichkeit der ein- oder mehrfachen
Besetzung und die Verwendung verdoppelnder oder alternierender Holzblasinstrumente
frei stellend. Mit dem fakultativen Zusatz von zwei Hörnern für
die Ouverturen in F-, Es- und D-Dur reagierte er auf die Praxis in den
neuesten Sinfonien. Insgesamt bieten die VI Ouvertures à 4 ou
6 ein großartiges Kompendium von Sätzen aus dieser fast grenzenlosen
Gattung, exemplarisch verbunden nach verwandten oder komplementären
musikalischen Stimmungen, geordnet nach Tonarten, die in der Abfolge
kontrastieren. Sie zeigen den Autor und Verleger Telemann in seiner
Fähigkeit, den ganzen Reichtum des arrivierten Tanzes in seinem
natürlichen Charakter zu treffen und auszubreiten.
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