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Carl Heinrich Grauns Komposition von Ramlers Der Tod Jesu
1755 bescherte dem Hofkapellmeister Friedrichs II. von Preußen
und Meister der Opera seria einen anderthalb Jahrhunderte anhaltenden
Nachruhm als Kirchenmusiker. Zwanzig Jahre zuvor, als Vizekapellmeister
in Braunschweig-Wolfenbüttel, hatte Graun sich jedoch noch weitaus
intensiver mit geistlichen Kantaten und Oratorien befaßt. Von
drei älteren Passionsvertonungen aus dieser Zeit ist "Kommt
her und schaut" mit 66 Nummern die umfangreichste. Die sogenannte
Große Passion ist vermutlich um 1730 entstanden. Der
lutherisch-orthodox geprägte Textdichter konnte noch nicht identifiziert
werden. Die Komposition und die Dichtung bergen viele Bezüge zu
Grauns Weihnachts- und Osteroratorium.
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