![]() |
|
Aus dem
Vorwort zur Partitur
Johann Georg Pisendel gehörte nicht nur zu den bedeutendsten Geigenvirtuosen
des 18. Jahrhunderts, sondern war seinen Zeitgenossen vor allem als
Konzertmeister der für ihre Spielkultur berühmten Dresdner
Hofkapelle bekannt. Der Kapellknabe am Ansbacher Hof wurde von Giuseppe
Torelli und Francesco Antonio Pistocchi ausgebildet bis er als Sechzehnjähriger
eine Anstellung als Geiger in der Hofkapelle erhielt. 1709 ging er zum
Studium nach Leipzig, wo er sofort Konzertmeister des von Melchior Hoffmann
geleiteten Collegium musicum wurde. In dieser Zeit entstanden Kontakte
zum Weimarer Hoforganisten J. S. Bach und G. P. Telemann. Ende 1711
nahm Pisendel ein Angebot des Dresdner Hofes an und wurde als premier
violon und Stellvertreter des Konzertmeisters J. B. Woulmyer angestellt.
1714 reiste er nach Paris, 1716 nach Venedig und 1718/19 nach Wien.
In Venedig war Pisendel einige Zeit Schüler von A. Vivaldi, der
ihm eine Reihe von Konzerten widmete. Nach seiner Rückkehr nahm
er zunächst seinen Platz in der Hofkapelle als stellvertretender
Konzertmeister wieder ein und erwarb sich außerdem als Lehrer
einen ausgezeichneten Ruf. 1731 wurde er zum Konzertmeister ernannt.
|
| Seitenanfang |